Neukundengewinnung: Überzeugen Sie neue Kunden| Leicht erklärt

Jedes erfolgreiche Unternehmen hat einem mit einem Neukunden angefangen: Der allererste Kunde ist daher in vielen Unternehmensgeschichten unvergessen. Doch nicht nur in der Startphase sind Unternehmen auf Neukunden angewiesen: Die Neukundengewinnung bleibt die wichtigste Aufgabe des Marketings. Dieser Blogbeitrag soll Ihnen verschiedene Arten und Weisen der Neukundengewinnung nahe bringen. Sie erhalten so einen Überblick über die gängigsten und erfolgreichsten Maßnahmen – online wie offline.

Neukundengewinnung: Was bedeutet dies genau?

Neukunden sind ganz allgemein Personen oder Unternehmen, die erstmals mit Ihrem Unternehmen für eine Dienstleistung oder ein Produkt Kontakt aufnehmen. Im Business-to-Consumer (B2C)-Bereich sind dies ganz allgemein Menschen oder Endverbraucher, im Business-to-Business-Bereich (B2B) andere Unternehmen. All diesen neuen Kunden ist gemeinsam, dass sie durch einen ersten Kontakt welcher Art auch immer auf Ihr Unternehmen aufmerksam wurden. 

Um diesen hoffentlich perfekten ersten Kontakt geht es in den folgenden Kapiteln: Wie können Sie Ihre Kunden schon beim ersten Eindruck, den diese von Ihrem Unternehmen bekommen, sofort begeistern? Auf welchen Wegen können Sie neue Kunden kontaktieren? Wie viel Geld und Arbeitszeit müssen Sie aufwenden, um Ihre Kunden zu erreichen? Wer sind Ihre Kunden überhaupt – und wo halten Sie sich bevorzugt auf? All diese und noch mehr Fragen versuchen wir in diesem Text leicht verständlich und dennoch fundiert zu beantworten.

Wer sind meine Kunden oder vielmehr: Wer könnte mein Kunde werden?

Jede Unternehmensgründung fängt mit einer einfachen Überlegung an: Wer könnte sich für das, was ich da verkaufen möchte, eigentlich interessieren? Diesen potentiellen Kundenkreis nennt man auch Zielgruppe, die Methode zur Bestimmung dieser Zielgruppe Zielgruppendefinition. Zu jeder Planung von Maßnahmen zur Neukundengewinnung gehört also zuerst eine Phase der Zielgruppendefinition: Wer möchte meine Produkte und meine Dienstleistungen kaufen?

Am Anfang einer Zielgruppendefinition stehen erste Vorüberlegungen, ausgehend vom Angebot an die Kunden. Betreiben Sie beispielsweise einen Kiosk, zielen Sie ganz allgemein auf Laufkundschaft ab: Jeder, der an Ihrem Kiosk vorbeikommt und Tabakwaren, Zeitschriften oder Süßwaren benötigt, ist Ihr potentieller Kunde. Ihre Zielgruppe ist also unmittelbar um Ihren Kiosk herum sehr breit definiert – potentielle Kunden aus anderen Städten oder dem Internet interessieren Sie hingegen deutlich weniger. So können Sie sich bei der Neukundengewinnung auf die potentiellen Kunden unmittelbar im Umfeld Ihres Kiosks konzentrieren.

Etwas komplizierter ist dies bei spezielleren Produkten und Dienstleistungen: Hier muss für eine zielgerichtete Ansprache von Neukunden erst einmal das eigene Produkt genau definiert werden: Möchten Sie in die Breite gehen und möglichst viele Kunden ansprechen oder eine bestimmte, zahlungskräftige und/oder abnahmestarke Zielgruppe anvisieren? Möchten Ihre potentiellen Kunden eine eher seriöse und verbindliche oder „freche“ und witzige Ansprache? Sprechen Sie vorwiegend junge oder eher eine alte Kundschaft an? An diesen Fragen müssen sich alle weiteren Entscheidungen für Ihre Neukundengewinnung ausrichten.

Entscheidungen in der Neukundengewinnung am Beispiel einer Schreinerei

Ein Schreinerbetrieb kann für eine Masse von Kunden günstige Bretter zurechtsägen – oder für eine bestimmte, zahlungskräftigere Klientel Möbel bauen. Während er im Fall der Bretter den Kampf mit den Niedrigpreisangeboten der lokalen Baumärkte aufnehmen muss, kann er für den Möbelbau und seine individuelle Handwerksleistung andere Preise aufrufen. Dies setzt allerdings voraus, dass er sich in der Neukundengewinnung um einen seriösen Auftritt bemüht, seine Ideen ansprechend präsentiert und Preise und Konzepte für den Möbelbau nennt – während er im ersten Fall einfach Bretter zurechtsägt und der günstigen Preis an potentielle Neukunden kommuniziert. 

Für die anvisierte Zielgruppe lassen sich aus diesem Beispiel einige Dinge ableiten: Bretter sägen ist eine einfache, schnelle Dienstleistung, die sich prinzipiell an alle Altersgruppen und Einkommensschichten richtet. Sich Möbel bauen lassen ist hingegen eine Dienstleistung, die vorwiegend von höheren Einkommensschichten und mittleren bis älteren Altersgruppen in Anspruch genommen wird. Während sich also für die erste Dienstleistung eher eine breit gestreute Werbung anbietet, kann die letztere, der anspruchsvolle Möbelbau, vor allem in den „besseren“ Gegenden der Stadt verbreitet werden.

Fazit zur Zielgruppe und zur Zielgruppendefinition

Wer braucht mein Produkt oder meine Dienstleistung und wo will ich es verkaufen? Welche Art von Aufträgen suche ich, welche kann ich verarbeiten? Spreche ich eine zahlungskräftige, kleine Klientel oder die breite Masse an? Verkaufe ich ein teures oder ein billiges Produkt? Auf all diese Überlegungen sollten Sie mindestens eine gute Antwort haben, wenn Sie an den nächsten Schritt gehen: Machen Sie sich im Netz bekannt.

Neukundengewinnung findet heutzutage zuerst im Internet statt

Neukundengewinnung kann schon lange nicht mehr allein in der Offlinewelt gedacht werden. Das Leben verlagert sich mehr und mehr ins Internet. Wer einen Kiosk oder eine Schreinerei in seiner Stadt sucht, hat höchstwahrscheinlich vorher „Kiosk in XXX“ oder „Schreinerei in XXX“ in eine Suchmaschine eingegeben. Machen Sie doch einmal den Test, wo Sie mit Ihrem Unternehmen in den Suchergebnissen landen, wenn Sie in der Suchmaschine Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt und die Stadt Ihres Unternehmenssitzes eingeben. Haben Sie sich zuvor noch nie mit der Neukundengewinnung im Internet beschäftigt, wird das Ergebnis in den seltensten Fällen zufriedenstellend sein. 

Die gute Nachricht ist: Der Weg zu einer ansprechenden Firmenpräsentation im Internet ist einfacher als viele denken. Von jeher von einer großen Do-it-yourself-Kultur geprägt ist es im Netz ziemlich einfach, mit wenigen Tricks für einen guten Auftritt zu sorgen. 

Die Grundlagen: Wo befindet sich ihr Unternehmen – und wann haben Sie geöffnet?

Die Suchmaschine Google hat seit einiger Zeit eine spezielle Darstellungsweise für die Suchergebnisse nach Unternehmen eingebaut. Neben einem Verweis auf den Ort des Unternehmens über den Kartendienst Google Maps lassen sich dort viele Hinweise unterbringen, die potentielle Neukunden auf den Weg zu Ihrem Unternehmen bringen können. Was viele Unternehmen nicht wissen: Die Eintragung in der Suchmaschine ist vollkommen kostenlos – und wird, im Gegensatz zu vielen zahlungspflichtigen Branchendiensten, fast immer gefunden. 

Der Weg zu einer Einrichtung Ihrer Firmenpräsenz bei Google ist ziemlich einfach: Zunächst müssen Sie einen kostenlosen Google-Account für Ihr Unternehmen erstellen, dann im Google-Dienst „My Business“ die wichtigsten Eckdaten Ihres Unternehmens eintragen. Hierzu gehören die Postadresse, die Öffnungszeiten, die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse und die Homepage – sofern Ihr Unternehmen eine solche besitzt. Fügen Sie nun noch einige Fotos Ihres Unternehmens und/oder ihrer Produkte und/oder ihr Unternehmenslogo hinzu – schon haben Sie einen aussagekräftigen und kostenlosen Eintrag Ihrer Firmenpräsenzen.

Der gute Ruf: Kundenbewertungen zur Neukundengewinnung einsetzen

Google und andere Suchmaschinen bieten für Kunden und Nutzer die Möglichkeit, die Dienstleistungen eines Unternehmens mit einer unterschiedlichen Anzahl von Sternchen (von 1 ganz schlecht bis 5 sehr gut) zu bewerten. In den meisten Fällen gibt es auch noch die Möglichkeit, einen kürzeren oder etwas längeren Text mit einer persönlichen Bewertung hinzuzufügen. Was auf den ersten Blick wie eine nette Geste von Google wirkt, kann sich bei einer Häufung negativer Bewertungen, beispielsweise aufgrund von Lieferschwierigkeiten oder Personalengpässen, zu einem echten Problem auswirken: Der Name des eigenen Unternehmens ist mit der Sternchenbewertung stets verknüpft. Der Bewertungsdurchschnitt ist stets für jedermann sichtbar.

Es kann daher sehr nützlich sein, besonders zufriedene oder treue Kunden um eine gute Bewertung bei Google oder anderen Portalen zu bitten. In der Neukundengewinnung wirken sich diese positiven Bewertungen sehr stark aus; authentisches Lob, das ruhig auch die eine oder andere kritische Bemerkung zu Details beinhalten darf, wirkt vertrauensbildend. Sie zeigen so, dass Sie Ihre Kunden glücklich machen können.

Was Sie nicht tun sollten, liegt eigentlich auf der Hand: Sie sollten sich nicht zwanzig verschiedene Accounts anlegen und Ihren erweiterten Familien- und Freundkreis um gute Bewertungen im Sinne der Neukundengewinnung zu bitten. Solche Dinge fallen fast immer auf: Seltsamer Schreibstil, übertriebene Lobhudelei, ein schlichtes „Superladen!“ von irgendeinem „Klaus“ – das ist leider etwas zu billig für die immer kritischere Kundschaft im Netz. Seien Sie auch hier authentisch und stehen Sie zu Ihren Fehlern, in dem Sie zu kritischen Kommentaren Stellung nehmen und die möglicherweise verzerrte Kundensicht unaufgeregt und freundlich geraderücken.

Ihre Visitenkarte im Netz: Die eigene Homepage

Eine Homepage erstellen – das hört sich auch über 20 Jahre nach der breiten Durchsetzung des Internets immernoch ziemlich kompliziert an. Es gibt jedoch mittlerweile sowohl von Internethostingfirmen wie auch unabhängigen Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten zum Eigenbau: Mit Homepagebuildern, auch Websitebaukästen oder ähnliches genannt, sind bereits recht ansehnliche Ergebnisse möglich.

Für eine professionellere und obendrein kostenfreie Umsetzung einer eigenen Unternehmenswebsite zur Neukundengewinnung bieten sich Open-Source-Systeme wie WordPress an. Hier können Sie anhand einfacher Vorlagen schnell eine Website zusammenstellen. Diese muss im Übrigen nicht aus zahlreichen Unterseiten bestehen – es kommt nicht auf den Umfang an. Können Sie auf einer scrollbaren Seite über ihr Produktangebot kompakt und seriös informieren, ist dies absolut legitim und kann erfolgreich sein.

Der erste Eindruck entscheidet – vor allem auf der Website

Jetzt wird es schon etwas schwieriger: Nicht jeder ist zum Texter geboren und niemand kommt als Experte in Bildbearbeitung auf die Welt. Es lohnt sich daher immer eine Zweitmeinung zur Gestaltung seiner Website und der Texte einzuholen. Nichts wirkt peinlicher als Rechtschreibfehler, ungelenke Texte oder Bilder von der letzten Weihnachtsfeier. In den meisten Fällen genügt eine seriöse, sympatische Vorstellung Ihres Unternehmens, gegebenenfalls ihrer Person und ihrer Produkte und/oder Dienstleistungen. Ganz wichtig: Ihre geschäftlichen Kontaktdaten müssen sichtbar platziert und immer aktuell gehalten werden!

Der Call to Action: Die Kunden sollen Sie kontaktieren

Ein ganz wichtiger Begriff der Neukundengewinnung im Netz ist der sogenannte „Call to Action“: Hiermit rufen Sie den Besucher Ihrer Website zu einer bestimmten Handlung auf. Ein ganz einfaches Beispiel: „Hat Ihnen dieses Angebot gefallen? Dann rufen Sie uns an unter XXX-XXXXX oder schreiben Sie uns eine Mail an beratung@XXXX.de“. 

Ihre Website verfolg schließlich einen konkreten Zweck: Potentielle Neukunden sollen auf Ihrer Homepage den Kontakt zu Ihnen herstellen, der Call-to-Action weist ihnen hierzu den Weg. Über den Call-to-Action können Sie auch steuern, auf welchen Wegen Ihnen potentielle Neukundenanfragen zugehen sollen: Per Mail, per Anruf, in einigen Fällen vielleicht noch per Fax? Sie haben die Wahl bei der Gestaltung ihres Call to Action – das Ergebnis zählt.

Wie wird Ihr Unternehmen im Netz gefunden? Neukundengewinnung und Suchmaschinenmarketing (SEM)

„Algorithmen“ sind heutzutage in aller Munde – nicht zu unrecht. Insbesondere die Algorithmen, das heißt die „intelligenten“ Computersysteme der großen Internetunternehmen wie Google, Facebook, Apple und Amazon nehmen eine immer größere Rolle in unserem Leben ein. Dies erstreckt sich insbesondere auf alle Aspekte des wirtschaftlichen Lebens – schließlich besteht für Google und Facebook ein großer Teil ihres Geschäftsmodells darin, Anzeigen zu verkaufen.

Für Ihre Neukundengewinnung ist zunächst, sofern Sie sich nicht in die Social-Media-Sphäre vorwagen möchten, der Google-Algorithmus von großer Bedeutung. Dieser bestimmt, welche Informationen ein Nutzer und damit ein potentieller Neukunde nach der Eingabe seines Suchbegriffes angezeigt bekommt. 

Turnschuhkauf im Netz: Der Unterschied zwischen bezahlten und organischen Suchergebnissen

Ein Nutzer gibt den Begriff „Turnschuhe Größe 45“ in die Google Suchmaske ein. Sollten Sie ein kleines Schuhgeschäft in der Nähe des potentiellen Turnschuhkäufers besitzen, das zufällig eine große Auswahl an Turnschuhen Größe 45 besitzt, ist es trotzdem sehr unwahrscheinlich, dass Sie in den Suchergebnissen an prominenter Stelle auftauchen würden. Hierfür gibt es mehrere Gründe: Google geht anfangs nicht davon aus, dass der potentielle Turnschuhinteressent die Turnschuhe im Laden kaufen möchte. Vielmehr geht der Algorithmus davon aus, dass die Schuhe im Netz erworben und nach Hause versandt werden sollen. 

Es werden folglich Suchergebnisse aus der Kollektion der großen Anbieter, nennen wir sie mal Z und A, angezeigt. Die Suchergebnisse bestehen dabei nicht nur aus ein paar dürftigen Zeilen Text, sondern aus einer Bildergalerie mit Größen und verschiedenen Farben, alternativen Modellen und Sonderangeboten. All diese Informationen hat Google sich nicht einfach von den Seiten der Händler geholt – die Informationen sind Google aktiv und gegen Zahlung eines Geldbetrages übermittelt worden, eine kostspielige, aber im großen Maßstab wirksame Maßnahme zur Neukundengewinnung. 

Wird nun ein Suchbegriff wie „Turnschuhe Größe 45“ ausgegeben, greift Google auf diese hinterlegten Informationen zurück und spielt diese gemeinsam mit einem Anzeigetext aus. Der Händler muss für jede dieser Ausspielungen bezahlen – das Prinzip heißt „Cost per Click“, auch oft CPC abgekürzt. Anzeigen und Produktinformationen können beispielsweise mit einem System wie Google Ads erstellt und zum Abruf auf das Schlüsselwort (Keyword) „Turnschuhe Größe 45“ hinterlegt werden. Dieses System bezeichnet man auch als „Paid Search“ – der Händler bezahlt dafür, dass bestimmte Suchergebnisse im Blickfeld des Kunden erscheinen. Über die Ausspielung entscheidet dann der gebotene Preis pro geklickter Anzeige – und dies kann insbesondere für kleinere Unternehmen zum Problem werden.

Probleme und Chancen im Paid Search

Neukundengewinnung mit Paid Search eignet sich eher nicht für kleine Unternehmen mit Volumenprodukten oder Dienstleistungen, die an vielen Orten angeboten und erbracht werden. Beim Turnschuhbeispiel liegt dies auf der Hand: Der große Online-Schuhanbieter mit Z verfügt über viel größeres Werbebudget als der kleine Schuhladen von der Ecke in, sagen wir einmal, Hagen-Haspe. Folglich wird der Schuhladen mit schmalen Budget für die Anzeige bei Google ständig vom großen Z überboten wenn die Suchanfrage „Turnschuhe Größe 45“ lautet. 

Ganz anderes sieht es aus, wenn der Schuhhändler sich auf die Umgebung und sein besonderes Angebot konzentriert: Hinterlegt er als Suchbegriff beispielsweise „Turnschuhe Hagen Haspe“ oder „Turnschuhe mit Laufberatung“ zielt er auf einen ganz bestimmten Kundenkreis für seine Neukundengewinnung ab, den er auch realistisch erreich kann: Die potentiellen Turnschuhkunden von Hagen-Haspe und Umgebung und solche, die eine ausführliche Beratung im Fachgeschäft wünschen. Da das große Z sich nicht für Hagen-Haspe interessiert und keine ausführliche Beratung anbietet, wird es diese Suchbegriffe links liegen lassen und nicht auf sie bieten – die Chance für den kleinen Schuhhändler hier eine Ausspielung seiner Anzeige zu gewinnen.

Content Marketing hilft organischen Suchergebnissen auf die Sprünge

Wir wissen nun, wie bezahlte Suchergebnisse und Anzeigen bei Google zur Neukundengewinnung eingesetzt werden. Doch wie erreicht man es, dass die Ergebnisse „einfach so“, als von Googles Algorithmus ausgewählter bester Information in den Suchergebnissen erscheinen? Experten sprechen hier von sogenannten organischen Suchergebnissen: Bei diesen sucht Google anhand seines Algorithmus nach der besten Information, sprich der besten Website zu diesem Suchbegriff in seinem gigantischen Suchindex. Wer hier ganz vorne steht, gibt wirklich gute und neutrale Informationen zu einem Thema – nicht ganz zufällig landet die ohne kommerzielle Interessen agierende Wikipedia fast immer ganz vorn in den Suchergebnissen.

Möchte man den Google-Algorithmus von der Qualität seiner Website zum Zweck der Neukundengewinnung überzeugen, gibt es einen einfachen und vergleichsweise kostengünstigen Weg dies zu tun: Mit Content-Marketing, also dem Überzeugen des Kunden und des Google-Algorithmus von den Inhalten Ihrer Website und ganz nebenbei Ihrer Fachkompetenz.

Gutes Content Marketing zur Neukundengewinnung ist objektiv und authentisch

Nehmen wir erneut an, Sie besitzen das Schuhgeschäft in Hagen-Haspe. Sie sind gelernter Schuhverkäufer, selbst Sportler, kennen sich aus mit Schuhen und haben sportmedizinische Kenntnisse. Diese wichtigen Fähigkeiten sollten Sie Ihren Kunden im Netz nicht länger vorenthalten: Schreiben Sie mehrere Texte im Umfang von etwa 500 bis 800 Wörtern für Ihre Website und zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie etwas von Ihrem Fachgebiet verstehen. Beispielthemen wären hier „Turnschuhe für Jogging: Worauf muss ich achten?“, „Turnschuh Profiberatung: So erkennen Sie den idealen Turnschuh“ usw. Ein Artikel mit dem Titel „Turnschuh XY in Hagen-Haspe“, auf dem Sie sich und Ihr Geschäft am besten mit einer kurzen Unternehmensgeschichte vorstellen, darf dabei nicht fehlen – schließlich zielen Sie auf eine lokale Kundschaft ab. Kurzum: Verwenden Sie Spezialkenntnisse. Informieren Sie auf hohem Niveau – Eigenlob ist erlaubt. Verweisen auf Ihren besonderen Service und Ihre Beratungskompetenz – was das große Z, riesiger Marketingetat oder nicht, niemals bieten kann.

Haben Sie diese Texte nun auf Ihrer Website veröffentlicht, werden Sie früher oder später unbemerkt Besuch von Google bekommen. Der sogenannten Crawler „krabbelt“ über Ihre Website und wertet die von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen aus. Haben Sie gute Texte geschrieben, die Sie auch in einer Zeitung für Ihre Neukundengewinnungveröffentlicht sehen möchten? Gut für Sie, der Google-Crawler kann nämlich die Textqualität beurteilen. Wie er das genau macht, ist technisch ziemlich kompliziert und wird von Google auch sehr geheim gehalten. 

Es hilft daher, sich den Google-Algorithmus, der den Crawler über Ihre Seite schickt, sich wie einen kritischen schematischen denkenden Chefredakteur vorzustellen: Haben Sie Rechtschreibung und Grammatik beachtet? Haben Sie kurze und klare Sätze formuliert? Haben Sie Passivkonstruktionen und Konjunktive vermieden? Ist Ihr Text sauber mit Zwischenüberschriften strukturiert? Sprechen Sie den Kunden freundlich an und wecken Sie Interesse für Ihr Produkt und/oder Ihre Dienstleistung? Dann kann eigentlich nichts mehr wirklich schiefgehen – sofern Sie Ihre Stärken und ihre regionale Komponente (Schuhe in Hagen-Haspe) haben sorgfältig einfließen lassen.

Vernetzt sein ist alles: Machen Sie Ihr Angebot im Netz bekannt

Neukundengewinnung im Netz findet nicht nur auf Ihrer Website statt – sondern auch an vielen anderen Orten im Netz. Insbesondere lokal agierende Unternehmen können äußerst vielseitig und weitgehend kostenfrei von Social Media profitieren. Kein Geheimtipp, aber effektiv sind beispielsweise lokal agierende Gruppen bei Facebook, in vielen Städten als „Nettwerk“ oder „Du kommst aus XXX, wenn…“ bekannt. In diesen Gruppen äußern bei Ihnen vor Ort ansässige Menschen, neben lokalem Klatsch und Tratsch, auch Bedürfnisse und Fragen nach Dienstleistungen vor Ort, beispielsweise wo es gute Turnschuhe gibt. Hier können Sie schnell mit einer Antwort aus Ihrem Smartphone zu Diensten sein – Neukundengewinnung ist manchmal sehr einfach und spontan.

Facebook bietet regionale Anzeigen an, die in den Timelines von speziell ausgewählten Nutzern angezeigt werden. So ist es nicht ganz unwahrscheinlich, das jemand, der seine Mitgliedschaft in einem Hagener Lauftreff auf Facebook kundgetan hat, die beschriebene Anzeige für „Turnschuhe in Hagen Haspe“ angezeigt bekommt. Die umfassenden Auswertungsmöglichkeiten, die Facebook gegenüber seinen Mitgliedern nutzt, sind immer etwas furchterregend – können Ihnen aber hier zu Ihrem g geschäftlichen Vorteil nutzen.

Aktionen zur Neukundengewinnung über Social Media starten

Sie planen einen Tag der offenen Tür? Sie feiern Jubiläum? Sie ziehen um oder möchten Ihr Geschäft erweitern? Alles gute Gründe um mit einer Aktion zur Neukundengewinnung an die Öffentlichkeit zu treten. Dies können Sie zwar nach alter Väter Sitte über Flyer im örtlichen Lottogeschäft oder Poster an Ihrem Geschäft nutzen – Sie können aber auch alle verfügbaren Social-Media-Kanäle für Ihre Botschaft einsetzen. 

Schalten Sie beispielsweise eine lokale Anzeige bei Facebook oder posten Sie einen Tweet bei Twitter, wo Sie mit eindeutig lokalem Bezug auf Ihr Geschäft verweisen können. Möglicherweise gibt es auch bei Ihrer Stadt im Rahmen der kommunalen Wirtschaftsförderung Möglichkeiten, auf Sonderaktionen und Feste Ihres Unternehmens hinzuweisen – online wie offline. Ein ausführlicher, einladender Text auf Ihrer Website, der auf Ihr Fest und die begleitenden Aktionen zur Neukundengewinnunghinweist, unterstützt Ihre Aktion in den Google-Ergebnissen.

Fazit: Neukundengewinnung ohne Internet gibt es nicht mehr – aber nur im Internet auch nicht

Sie und Ihr Unternehmen spielen bei der Neukundengewinnung immer noch die Hauptrolle – nicht irgendein Algorithmus. Sie treffen die unternehmerischen Entscheidungen und kennen die Stärken und Schwächen Ihres Angebotes. Suchen Sie sich Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens und arbeiten Sie mit Beratungskompetenz – Sie sind der Ansprechpartner vor Ort zum Thema XY. 

Wenn Sie dann noch gute Arbeit leisten, Ihre Kunden zufrieden machen und sich einen guten Ruf erarbeiten können, profitieren Sie schließlich vom größten Instrument zur Neukundengewinnung aller Zeiten: Der guten alten Mundpropaganda. Nichts wirkt besser bei der Neukundengewinnung als die gute alte Empfehlung aus dem Familienkreis. Wenn Sie dann noch über eine gute und ausführliche Internetseite verfügen, die Ihre Vorteile und Kompetenzen klar und transparen erläutert, steht Ihrem Erfolg fast nichts mehr im Wege.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.